Spex Data Pop

Einen wunderschönen guten Tag wünscht Data Pop. Viel Wasser ist den Rhein, Schweiß die Wände und Alkohol unsere Hälse hinunter gelaufen, seit hier zum letzten Mal der monatliche Fließtextwahnsinn versuchte, einen kleinen, subjektiven Ausschnitt der überbevölkerten Welt der elektronischen Tanzmusiken (fürderhin »ET« abgekürzt) zu beleuchten. Schön, dass Ihr wieder da seid. So ist mal wieder keiner allein. Für die total dramaturgisch stringente Reihenfolge bin ich heute leider ein wenig zu erschöpft, fangen wir also einfach irgendwo an, wo`s schön ist: In München. Ein neues Label hat das Licht am Ende der Presswerke erblickt, und ich kann euch sagen, es ist ein gutes und schönes geworden. Nicht nur mit den drei ersten Releases von MONACO JAM (»50/50« und »Sendling«) und PASTAMUSIK (»Charmin&Velvet«) hat mich das Label von Sista Bob, Jäger 90 und Anette Party (sic!) musikalisch voll überzeugt, nein, die Herrschaften waren sich auch nicht zu schade, sich ein charmantes Konzept für ihre Waschzettel auszudenken: So bekommt man zu jedem VÖ nicht nur einen kleinen poetisch-literarischen Text irgendwo zwischen Pop-, Beat- und Tagebuch-Schreibe, sondern auch ein historisches Pasta-Rezept (z.B. »Spaghetti con pomodoro« von Hank Williams aus dem Jahre 1966) frei Haus geliefert. Stilistisch bedient Pastamusik so ziemlich jede an ET geliebte Spielart, und das jeweils auf hohem Niveau. Der vorläufige Hit ist zweifellos das verspielt-dubbige Acidhouse-Sägemonster »50/50« ….


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